FDP Kreisverband Miesbach - Josef Ertl

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Josef Ertl

*7. März 1925; + 16. November 2000

"Politiker erleiden oft das gleiche Schicksal wie Pfarrer. Sie reden zu denen, die sowieso glauben, und diejenigen, die es eigentlich angeht, hören nicht zu."
(Josef Ertl)

Als Bundestagsabgeordneter vertrat er zwischen 1961 und 1987 die Belange der bayerischen Liberalen in Bonn. Von 1969 bis 1983 hat er als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wie wohl kaum ein anderer vor ihm die deutsche und die europäische Agrarpolitik einer ganzen Epoche entscheidend geprägt und mitgeformt.

Josef Ertl kann man wahrlich als ein "Urgestein" in der deutschen und in der europäischen Agrarpolitik bezeichnen. Seine Wortgefechte im Deutschen Bundestag mit seinem Amtsvorgänger Hermann Höcherl, aber auch mit Herbert Wehner oder Rainer Barzel gehören zu den Sternstunden lebendiger parlamentarischer Auseinandersetzung, einer Auseinandersetzung, die manchmal auch von seinen durchaus derben bayerischen Witzen geprägt war.

Als Parlamentarier wurde er sehr schnell einer der führenden Politiker seiner Partei. Zusammen mit Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher ermöglichte er 1969 die politische Wende zur SPD. Manche seiner Parteifreunde sahen diesen Schritt damals mit Skepsis. Aber wie formulierte er? "Die FDP ist in der CDU-Koalition nicht schwarz geworden und sie wird bei der SPD ebenso wenig rot."…..

Zu seinen Grundüberzeugungen gehörte es, dass sich der Schutz von Umwelt und Natur nur im gleichberechtigten Miteinander mit der Landwirtschaft verwirklichen lässt. Er war der festen Überzeugung, dass Bauern, Naturschützer und Verbraucher letztlich aufeinander angewiesen sind.“

Auszüge aus der Rede des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Karl-Heinz Funke, zum Abschied von Josef Ertl im Deutschen Bundestag (Link).

Josef Ertl war seit 1952 Mitglied der FDP und Mitglied des FDP Kreisverbandes Miesbach. Von 1971 bis 1983 war er FDP-Landesvorsitzender in Bayern.



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